Mögen die Thais Farangs nicht?

Zuletzt aktualisiert: 11. Dezember 2018 | in Leben

Vor ein paar Tagen machte ich Mittag im Santa Fe Steakhouse im 6. Stock des Central Rama 9 in Bangkok. Es gibt nicht sehr viele Ausländer in dieser Gegend, die zwei MRT-Stationen von Asoke gelegenen ist. Als ich in das Restaurant spazierte, nahmen zwei Mitarbeiter kurz von mir Notiz und sahen dann in eine andere Richtung. Es war schon 13:30 Uhr, sodass nur zwei der etwa 15 Tische besetzt waren. Niemand war wirklich beschäftigt.

Ich entschied mich an einen Tisch zu setzen und wählte etwas aus der Speisekarte zu essen aus. Als ich aufblickte um die Bestellung zu machen, sah ich wie ein Kellner und eine Kellnerin, beide in ihren frühen Zwanzigern, einander ansahen und er mit dem Kopf nickte, als wollte er sagen: “Geh du und nimm die Bestellung entgegen.” Das Mädchen schüttelte den Kopf und zeigte mit dem Finger auf ihn. Der Mann kam schließlich zu meinem Tisch und sagte kein Wort, außer am Ende meine Bestellung zu wiederholen (was immer seltener der Fall ist!).

Es ist nicht so, dass ich als Farang eine spezielle Behandlung oder Aufmerksamkeit erwarte, sondern einfach wie jeder andere Thai-Kunde respektiert und behandelt werden will. Die Art, wie es im Restaurant hätte ablaufen sollen, ist, dass eine Angestellte mich mit einem “Sawadee Ka” und Wai an der Tür begrüßt, eine andere mich zu einem Tisch führt und mir die Speisekarte gibt und dann sollte niemand Angst davor haben meine Bestellung entgegenzunehmen. Warum arbeiten sie in einem Restaurant, wenn sie nicht allen Gästen den gleichen Respekt und angemessenen Service bieten können, egal ob Kon Thai oder Kon Farang?

Dies war keineswegs eine Ausnahme, es passiert regelmäßig wenn ich in einer Gegend essen gehe, die nicht häufig von Ausländern frequentiert wird. Überall auf der Welt, aber vor allem in Thailand, solltest du dich willkommen fühlen und deine Zeit genießen können, wenn du in ein Restaurant gehst. Als Farang habe ich jedoch oft das Gefühl, dass sie versuchen mit mir so schnell wie möglich fertig zu werden und mich abzukassieren, bevor sie zum nächsten Kunden übergehen, welcher dann hoffentlich ein Thai ist. Auch andere asiatische Nationalitäten wie Japaner, Chinesen oder Koreaner scheinen mehr Respekt von Thais zu bekommen als Farangs.

Das wirft die Frage auf: Mögen die Thais uns Farangs nicht? Hassen sie uns gar?

Es könnte ein bisschen übertrieben sein diese Art von Frage zu stellen, indem ich mich nur an meine schlechten Erfahrungen in Restaurants erinnere, aber es gab auch so viele andere Situationen. Zum Beispiel ist es heute Morgen wieder einmal passiert, als ich auf das Motorrad-Taxi wartete um mich von meiner Wohnung in Huai Kwang zur MRT-Station bringen zu lassen. Ich sah den Fahrer, der für unsere Wohnung zuständig war, und obwohl er keine anderen Fahrgäste mitnehmen soll, hielt er dennoch für eine Geschäftsdame im mittleren Alter an der Straße an und als er bemerkte, dass ich ihm direkt in die Augen sah, lächelte er mir zu und sagte, dass der nächste Fahrer gleich um die Ecke wäre. Das würde bei thailändischen Kunden nie passieren.

Hassen Thais Farangs

Oder man nehme die Situation, wenn die Thais uns einfach ignorieren. Das ist wirklich seltsam, weil sie uns normalerweise buchstäblich anstarren und dann, wenn du den Kopf in ihre Richtung drehst, geben sie vor beschäftigt zu sein und versuchen jeden Blickkontakt zu vermeiden. Wenn man dann versucht einen ersten Schritt zu machen und sie etwas zu fragen, lachen sie, treten einen Schritt zurück und bitten ihre Freunde um Hilfe um die Situation zu “klären”.

Und noch ein Beispiel: Beim Spazierengehen in der Stadt sieht man oft ein paar High-Society Ladies (oder Mädchen, die vorgeben es zu sein). Sie ziehen häufig ein Gesicht, als wären sie extrem genervt oder sogar beleidigt, dass du es wagst sie anzusehen. Wieder sehr seltsam, denn normalerweise beobachten sie dich mit ihren Argusaugen zuerst, doch wenn du näher kommst, versuchen sie dir das Gefühl zu vermitteln, dass du unwürdig und klein bist, egal, ob du ein Chang-Bier-Shirt oder einen maßgeschneiderten Anzug trägst.

Also noch einmal, hassen die Thais uns Farangs? Ich habe wirklich viel darüber nachgedacht, als ich diese Situationen zum ersten Mal (und dann immer wieder) erlebt habe, aber je länger ich hier lebte, desto mehr erkannte ich, dass Thais sich einfach nur vor allem fürchten, ja sogar Angst haben, was sie nicht kennen oder worüber sie nichts wissen und inzwischen bin ich sicher, dass das der Hauptgrund dafür ist, warum sie manchmal versuchen Farangs zu meiden oder sie anstarren als wären es Geister (vor denen fürchten sich die meisten ebenfalls).

Gutes Beispiel: Gestern aß ich Frühstück im Tops Food Court und die meisten Tische waren leer. Eine Gruppe von drei thailändischen Mädchen, Mitte zwanzig, war im Begriff sich an den Tisch direkt gegenüber von mir zu setzen, als eine von ihnen plötzlich sagte: “nâa-glua” und sie stattdessen an einen anderen Tisch gingen. Nâa-glua (น่ากลัว) bedeutet erschreckend oder angsteinflößend und natürlich ging die junge Frau nicht davon aus, dass ich ihr Thai verstehen kann. Mein Aussehen mit Kaffee und Croissant, in Bürokleidung gekleidet und frisch rasiert, war ich an diesem Morgen vieles, aber bestimmt nicht “erschreckend”.

Ich beobachtete die jungen Frauen an ihrem Tisch und als eine von ihnen mich ansah, lächelte ich ihr zu, was sie erwiderte und ich bin mir sicher, wenn ich zu ihnen gegangen wäre um hallo zu sagen, hätte ich es geschafft in weniger als fünf Minuten ihren Facebook-Kontakt zu bekommen. Zwischen Thais und Farang ist immer ein “Eis”, aber meist ist es sehr dünn und braucht nur ein wenig Aufwand um zu brechen.

Ein wichtiger Grund, warum Thailänder schüchtern sind und oft sogar ängstlich wenn sie einen Farang sehen, liegt abgesehen vom anderen Aussehen daran, dass das Englisch der meisten Thais miserabel ist und sie befürchten, sie wären nicht in der Lage eine anständige Konversation zu führen. Ich denke sogar, dass sie Angst haben ihr Gesicht zu verlieren, weil sie denken, dass der Farang sich aufregen oder sich über sie lustig machen könnte, wenn sie nicht in der Lage sind akzeptabel Englisch zu sprechen.

Es gibt einige andere Gründe, warum Thais denken, Farangs seien seltsam und deshalb oft Angst vor ihnen haben. Dazu habe ich einen separaten Artikel geschrieben, den du hier lesen kannst.

Stimmst du mir zu, dass Thailänder Farangs eher fürchten, statt sie zu hassen? Ich würde gerne deine Meinung dazu in den Kommentaren hören.

7 Kommentare

  • Spunky says:

    Oha, das mit der Abneigung scheind dann ja wohl beidseitig zu sein 😉

    Vieles was hier an kulturellen Mißverständnissen und Vorurteilen geschrieben steht findet man doch überall auf der Welt zwischen Einheimischen und Fremden. Manches erinnert mich auch gradezu lebhaft an das Verhältis zwischen Brasis und den Gringos in Brasilien!

    • Hans Gburek says:

      @Spunky:

      Richtig bemerkt, die erste Abneigung gegen uns Ausländer ist eh vorhanden, es wird zwar auf “Deubel komm raus” gelächelt und der “Waai geht bis zum Boden”, aber, und genau ABER nur so lange der Ausländer Nutzen bringt, sei es das Alkohol trinken am Gartentisch, sei es das Geld was man sich mal eben bei ihm leiht und eigentlich nicht mehr zurück geben will.

      Kein Alkohol mehr und kein Geldverleih und schon sieht die Sache ganz anders aus. Das sind wenigstens meine Erfahrungen und die beziehen sich auch auf viele Jahre.
      Mag bei anderen anders sein, aber ich hatte es hier lediglich positiv kennen gelernt, als ich freigiebig und freundlich, und zwar ehrlich freundlich, meinem Gegenüber war. Schließlich bin ich hier Gast und habe mich dementsprechend höflich zu verhalten.

      Als die Großzügigkeit vorbei war, weil man irgendwann nicht mehr der “Doofmann” sein wollte, wurden die ach so freundlichen Kontakte schnell von den Einheimischen abgebrochen.
      Und so entstand die zweite Abneigung, nämlich die meinige und in der Summe der vielen Unzulänglichkeiten die man mehr und mehr bemerkt hat, ist der Entschluss geboren, schnellstens wieder zurück in die Heimat.

      Dein Beispiel mit den Gringos und den Brasilianern ist ähnlich entstanden, nicht nur eine ähnliche, sondern die gleiche Geschichte. Den Gringo mochte man von Anfang an nicht, ich gehe mal davon aus auch heute noch nicht…
      Wer empfindliche Antennen hat, und dazu zähle ich mich, hätte auch dort die Konsequenzen gezogen. Buckeln war noch nie mein Ding und deshalb bin ich und andere die ähnlich empfinden, besser im Heimatland aufgehoben oder wenigstens im europäischen Bereich.

      Wenn es lediglich wirklich nur ums Überwintern geht, finde ich damals wie heute die Kanarischen Inseln und Madeira wesentlich schöner. Um dem eventuellen Einwand entgegenzusteuern, es sei dort aber viel teurer, stimmt das auch nicht so wirklich. Ich kann mir dort auch ein Zimmerlein mit 25 qm zu kleinem Preis mieten und mein Essen muss ich auch nicht nur in Deutschen Lokalen verköstigen. Aber wir wissen alle, worum es in Thailand geht, wirklich geht, ich will das nicht nochmals ausführen, in den geschalteten “RED CAT-Angeboten” ist es überdeutlich zu sehen.

      Ich bin beileibe kein Moral-Apostel, was ja per se nichts Schlechtes ist, jeder wie er möchte, kein Thema, aber man sollte sich auch abrufen, warum das negative Bild dem Ausländer gegenüber in Thailand noch verstärkt wird: Es ist sein triebgesteuertes Verhalten dieses Land lediglich als Selbstbedienungsbordell zu sehen, darunter haben dann als Negierung, die stets heuchlerisch freundlich von den Einheimischen überspielt wird, alle anderen Ausländer zu leiden.

      Klar, auch kein Thema, es gibt sie, die Ausnahmen, wo einfach die Chemie stimmt und man respektvoll und ehrlich miteinander umgeht, aber in all den Jahren habe ich noch kein Paar hier kennen gelernt, auch nicht von denen, wo ich anfangs dachte “Toll, bei denen funktioniert es tatsächlich, vollkommen andere Kulturen, aber es klappt…”

      Wird natürlich niemand gerne zugeben, dass man den Griff ins “Klo” getan hat. Ich frage mich warum?, solche Berichte wären ungemein wichtig für die Ausländer, die immer noch glauben, man hätte hier das gelobte Land, alles aufgeben, alles verkaufen und dann hier hinkommen.
      Ich hatte es anfangs auch gedacht, aber ich bin anders groß geworden, in einem anderen Niveau und lediglich triebgesteuertes Verhalten war noch nie mein Ding, da gibt es wesentlich schönere Dinge, die man romantisch zu zweit verbringen kann, das eine schließt das andere natürlich nicht aus.
      Meine Augen haben sich geöffnet, viel zu langsam allerdings, sonst wäre ich viel früher wieder verschwunden.

      Und auch ganz klar, einige wirklich wenige haben hier eine Marktlücke entdeckt und sich etwas aufgebaut, was sie so in Deutschland nie hätten haben können, aber das sind nun wirklich auch Ausnahmen.

      Und nochmals, jeder wie er möchte, jeder empfindet sein Leben anders, ich habe jedoch das Gefühl, dass so mancher hier gar nichts mehr empfindet, sondern nur noch vorhanden ist…

      Alles Gute, Hans.

      Übrigens, schön zu bemerken, das die Netiquette im Moment bei den Kommentaren greift…

  • reto jakob says:

    Ja Thais mögen Farangs nicht.Für Thais sind wir wandelnde Banknoten, Liebeskasper und Hampelmänner.Wir sind nicht willkommen in ihrem Land, nur unser Geld.
    Viele Europäer lügen sich Thailand regelrecht schön, ignorieren das viele Negative und rechtfertigen viele Missstände.Von der korrupten, verlogenen Regierung will ich gar nicht reden.
    Ganz schlechte Zeitgenossen.Thailand ist einfach der letzte Dreck.

    • Dr.Ed.Windsberger says:

      Stimme Reto jakob voll und ganz zu.Das was wir Farangs als Streichelheiten bekommen und natürlich angenehm empfinden wird von den Siamesen genau in Gold bzw.Geld aufgewogen.Zum kleinen Trost: untereinander verfahren sie auch nicht anders.
      Peter Scholl Latour bezeichnete unsere ‘Gastgeber’ schon vor Jahren(sh.’Tod im Reisfeld’)als hinterlstigste und verlogenste Nation SO-Asiens.Ich füge bei aller Bescheidenheit noch die lernunfähigste,lernunwilligste und ungebildeste Nation hinzu.
      Ich habe das in Jahrzehnten am eigenen Körper erfahren und nicht irgendwo abgekupfert.
      Ich würde über meine Wahlheimat lieber ein beseres Urteil fällen.Aber das wäre Schönrederei.

      • Abrazzo says:

        Warum hast du es dann zu deiner Wahlheimat auserkoren?

        • Dr.Eduard Windsberger says:

          Oft weiß man vorher nicht wenn man in die Scheiße reintritt.
          Bis es zu spät ist.Bei mir war es aus persönlichen Gründen so.
          Deine Frage macht Sinn.Aber unsere lieblichen Gastgeber
          mögen uns nur solange wir Milch geben,Ansonsten hassen sie uns.

          • Hans Gburek says:

            @Spunky:
            Sioe haben mutig den Kommentar-Reigen eröffnet. Gratulation!

            Ich, der ich nun seit vielen Jahren hier lebe, kann die vielen “Geschichten”, speziell auch hier von “RED CAT”, die durchaus auch negative Dinge aufzeigen, aber in der Gesamtheit doch ein positives Bild zeichnen, nicht absolut schlüssig nachvollziehen.

            Ich habe bis dato Thailand und seine Bevölkerung ähnlich kennen gelernt, im dörflichen Leben, mit der Unterschicht und ja auch in der Oberschicht und schließlich auch im städtischen Bereich, genau so wie Sie es anführen und wie es auch in den Kommentaren von Dr. Ed Windsberger steht.

            Ihnen gebe ich übrigens vollkommen recht, man weiß vorher nicht, in welche “Scheiße” man tritt.
            Da hilft es auch herzlich wenig, sich vorher “schlau” zu machen, in den Foren liest man nur von “Thailandfreunden”, “Thailand-Lovern” und “Thailand was-weiss-ich”…, alle sind unglaublich glücklich, ja man spricht sogar die Sprache und nun versteht man plötzlich “alles”, die gesamte Kultur und Denkweise, na und schließlich lebt man schon 10 oder 20 Jahre hier, postet dazu noch einige Bildchen von kindliche aussehenden “Schönheiten”, vermittelt wo und wie man so etwas abschleppen kann und schon ist für den schlichten Herrn alles in Ordnung.

            Nichts gegen die zahlreichen Ausführungen von “RED CAT”, für mich ist das jedoch in vielen Fällen ein Schreiben in kognitiver Dissonanz:
            Eigentlich weiß man, dass etwas nicht stimmig ist, aber man redet es sich solange schön bis man es selbst glaubt…

            Ich wundere mich übrigens, warum hier noch keiner dieser intelligenten Kommentare steht, wie:
            Dann hau doch ab! – Geh doch zurück in Dein Land! – Warum bist Du dann noch hier? – Wenn man hier nicht klar kommt liegt es an einem selbst! – Oh, da ist aber einer sehr gefrustet! – etc.
            Lediglich @Abrazzo hat es vorsichtig angefragt.
            Es gibt nun mal viele, die nicht so einfach zurück können, es wohl möchten, aber es ist fast immer eine finanzielle Sache.

            Alles andere weiß man als oft bezeichneter “Nörgler” selbst:
            Klar, wenn es mir nicht gefällt, das kann auch ein Hotel oder Restaurant sein, wird man schon gehen – irgendwann, es muss die Möglichkeit da sein.
            Und, wenn man hier nicht klar kommt, liegt es an einem selbst. Richtig, tut es auch, wer sich damit leicht tut, Schritte kulturell zurückzumachen, sich anzupassen und zu respektieren hat keine Probleme.

            Na toll, es gibt Menschen, man soll es nicht für möglich halten, die können das nicht, ich gehöre mittlerweile dazu, ich nehme nur noch lediglich zur Kenntnis mehr nicht.

            Und NEIN, ich habe das vorher auch nicht gewusst, sagt ja auch keiner so direkt. Alle bauen sich irgendwo ein schönes Häuschen und leben glücklich mit ihrem Reiskörnchen oder der Herzallerliebsten, die einen umsorgt und pflegt – und, die vor allem nicht aus dem Barbereich kommt, oder wenn doch, dann war sie gerade erst einen Tag dort und ist sowieso ganz anders. Das mag ja durchaus in einzelnen Fällen zutreffen aber man gestatte mir, dass ich trotzdem kurz lache.
            Na klar, günstiger kann man als Reiskörnchen nicht an ein Haus und an was weiß ich noch kommen.

            Ich persönlich bin froh wieder in meinem Land leben zu können, bei meinen Freunden und guten Bekannten, wieder in einem tollen Umfeld meiner Kultur in der ich groß geworden bin. Wenn man darauf verzichten kann, vor allem auf Freunde und Bekannte, ja, vielleicht nie welche so richtig hatte, na der kann allem problemlos den Rücken kehren.

            Ich empfehle allen, die uns immer als Nörgler und Meckerer bezeichnen, einfach auch mal unsere Kritik zur Kenntnis zu nehmen und nicht immer darauf pochen, dass ihre Meinung und ihre Darstellung die einzig wahre und richtige ist.

            Hier für immer leben zu wollen ist einfach eine schwierige Sache die einem niemand vorher so richtig sagt. Man kommt ja zudem auch lediglich nach Thailand weil man Rheuma hat und einem die Wärme hier gut tut, weil alles so unglaublich preiswert ist und weil, und das gibt ja eigentlich niemand zu, zu guter letzt hier keine “emanzipierten Zicken” herum laufen und man es auch als alter Opa so leicht hat ein junges Ding zu bekommen. Das es lediglich eine recht dümmliche Prostituierte ist, ist da egal, man kann ja schließlich den Pascha machen. Unterstelle ich jetzt was? Na dann können mich ja die nächsten Kommentatoren aufklären und es gaaanz (mit drei “a”) anders darstellen..

            Und noch was, warum sind eigentlich so wenig Frauen, also ausländische Frauen, hier in Thailand als Ausgewanderte?
            Sicherlich weil Frauen kein Rheuma haben – oder, als Steintischantwort unter den schlichten Herren als dämlicher Ablacher:
            “Die sind in der Dominikanischen und haben dort ´nen Schwatten mit ´nem riesigen Ding!”
            Gröllendes Lachen und Schenkelklopfen als Bestätigung.

            Wer sich hier wohl fühlt, ist ja okay, ich nehme das zur Kenntnis, aber dann bitte ich auch darum, ich wiederhole mich, dass man anders denkende Menschen auch zu Kenntnis nimmt, eine Akzeptanz erwarte ich gar nicht. Sie bleiben alle hier und wir, die wir es können, gehen zurück in unser Heimatland.

            Noch eine Frage zu Schluss:
            Es gibt so einige Schreiber, hier jetzt gerade mal nicht, die ihr Land, z.B. Deutschland, als “Bananenrepublik” bezeichnen. Wie bezeichnen sie denn bitteschön das Land in welchem sie nun leben?
            Anderes Thema, klar, aber fiel mir gerade mal so ein.
            Einen schönen Tag noch und Ihnen, Herr Jakob und Herr Windsberger, wünsche ich alles Gute und das sich für Sie alles zu einer positiven Geschichte entwickeln möge.